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DSL über mehrere WLANs zugleich??

Autor: "Alex Meyer"

Hallo zusammen!



Hier existieren mehrere private WLANs. Jedes per DSL verschiedener Provider
mit dem Internet verbunden.
Diese Leitungen sind jede für sich genommen nicht gerade schnell.
Vornehmlich die Uploadgeschwindigkeit, durchschnittlich 256Kbps, lässt
Wünsche offen.

Unter uns WLAN- Betreibern kursiert nun seit einiger Zeit die Idee, die
Netze und somit auch die Internetzugänge zusammenzuschließen.

Die Idee ist dabei ein zentraler Router, der über mehrere Accesspoints
Verbindung zu den, ansonsten unabhängigen, und den jeweils gegebenen
Hardwarevoraussetzungen und "privaten Überzeugungen" entsprechend
gesicherten, WLANs hält.

Die Frage ist nun, ist eine entsprechende Routingtabelle, in der 4-5
gleichberechtigte "Default-Gateways" simultan zum Senden und Empfangen
genutzt werden, überhaupt machbar?

Gemeint ist so was wie die Kanalbündlung beim ISDN, kein QoS-gedöns!

Es soll vielmehr eine "Datei" über alle Verbindungen zugleich gesendet bzw.
empfangen werden können und nicht für jede Datei neu der schnellste /
kürzeste Weg bzw. die am wenigsten belastete Leitung gewählt und diese Datei
dann nur über diese Leistung versand werden.

Ist so was möglich?

Hier kam die Überlegung auf, ob dazu "Internetseitig" ein Proxy gebraucht
wird, der dann die unterschiedlichen, vom jeweiligen Provider zugewiesenen,
IP-Adressen vereint.
Könnte man dazu einen Webserver mit Rootzugrif abstellen?

Wer stellt solche Kisten zur Verfügung, wie schnell sind die angebunden,
Kostenpunkt?

Was ist "Netzwerkseitig" zutun?

Müssen bspw. die APs oder die WLAN/DSL-Router jeweils mit der selben IP/MAC
Adresse konfiguriert werden, um so was wie ein Multicast- Szenario
einzurichten (War eine andere Idee die hier geäußert wurde.) ?



Freue mich über jedes Posting!



Danke,



Alex

DSL über mehrere WLANs zugleich??

Autor: Admin

DSL über mehrere WLANs zugleich??

Autor: Roland Sommer

* Alex Meyer wrote:

> Unter uns WLAN- Betreibern kursiert nun seit einiger Zeit die Idee, die
> Netze und somit auch die Internetzugänge zusammenzuschließen.

Kann man machen, ist aber ein ziemliches Gebastel und die rechtl. Seite
ist sicher auch nicht ganz ohne.

> Die Frage ist nun, ist eine entsprechende Routingtabelle, in der 4-5
> gleichberechtigte "Default-Gateways" simultan zum Senden und Empfangen
> genutzt werden, überhaupt machbar?

ja.

> Gemeint ist so was wie die Kanalbündlung beim ISDN, kein QoS-gedöns!

Das geht nur, wenn alle Anschlüsse bei selben ISP sind und der MPPP
aktiviert. Und selbst dann hättest Du unterschiedl. Latenzen (und damit
erhebliche Performanceeinbrüche, wenn Pakete über unterschiedl.
Leitungen transportiert würden) durch die Zusammenschaltung via WLAN.

> Es soll vielmehr eine "Datei" über alle Verbindungen zugleich gesendet bzw.
> empfangen werden können und nicht für jede Datei neu der schnellste /
> kürzeste Weg bzw. die am wenigsten belastete Leitung gewählt und diese Datei
> dann nur über diese Leistung versand werden.

Das geht eben nur wenn der ISP mitspielt.

DSL über mehrere WLANs zugleich??

Autor: "Alex Meyer"

"Roland Sommer" schrieb
> Kann man machen, ist aber ein ziemliches Gebastel und die rechtl. Seite
> ist sicher auch nicht ganz ohne.

Basteln sollte nicht das Problem sein, welche rechtlichen Probleme können
da auftreten?

> Gemeint ist so was wie die Kanalbündlung beim ISDN, kein QoS-gedöns!
>
> Das geht nur, wenn alle Anschlüsse bei selben ISP sind und der MPPP
> aktiviert.

Schon klar aber eben das ist nicht gegeben.
Hier sollte eben der erwähnte Proxy in die Bresche springen.
Wobei ich persöhnlich eher in Richtung RAS dachte.
Quasi PPPoE oder PPTP Verbindungen, ausgehend vom "Sammel-Router", durch die
diversen WLANs, zum eigenen RAS. Die jeweiligen DSL Verbindungen sollten
doch dann transparent sein?
Ist dieser Ansatz erfolgversprechender?

> Und selbst dann hättest Du unterschiedl. Latenzen (und damit
> erhebliche Performanceeinbrüche, wenn Pakete über unterschiedl.
> Leitungen transportiert würden) durch die Zusammenschaltung via WLAN.

Wie Arg wirken sich diese Performanceeinbrüche aus?
Sie addieren sich doch nicht oder? Schlimmer als bei einer
gewöhnlichen/einfachen WLAN-DSL Verbindung?
>
>> Es soll vielmehr eine "Datei" über alle Verbindungen zugleich gesendet
>> bzw.
>> empfangen werden können und nicht für jede Datei neu der schnellste /
>> kürzeste Weg bzw. die am wenigsten belastete Leitung gewählt und diese
>> Datei
>> dann nur über diese Leistung versand werden.
>
> Das geht eben nur wenn der ISP mitspielt.

Im Falle eines eigenen RAS im Internet, wenn dies für Privat überhaupt
möglich ist, träte man ja quasi selbst als ISP auf?!

Gruß,
Alex

DSL über mehrere WLANs zugleich??

Autor: Roland Sommer

* Alex Meyer wrote:

> Basteln sollte nicht das Problem sein, welche rechtlichen Probleme können
> da auftreten?

frag mal in geeigneter Gruppe nach, ist hier vermutl. OT. Nur kurz: Bei
Vergehen wenden sich Behörden immer zuerst an den Anschlussinhaber bzw.
Serverbetreiber und der muss dann nachweisen, dass er es u.U. nicht war.
Und das ist i.d.R. eher schwierig.

>> Das geht nur, wenn alle Anschlüsse bei selben ISP sind und der MPPP
>> aktiviert.
> Schon klar aber eben das ist nicht gegeben.

Hatte ich mir gedacht.

> Hier sollte eben der erwähnte Proxy in die Bresche springen.
> Wobei ich persöhnlich eher in Richtung RAS dachte.
> Quasi PPPoE oder PPTP Verbindungen, ausgehend vom "Sammel-Router", durch die
> diversen WLANs, zum eigenen RAS. Die jeweiligen DSL Verbindungen sollten
> doch dann transparent sein?
> Ist dieser Ansatz erfolgversprechender?

Genau das meinte ich mit Bastellösung. Der Aufwand ist enorm und das
Ergebnis ist mäßig. Überlicherweise greift man da zur schnelleren
Leitung und teilt sich die Kosten.

> Wie Arg wirken sich diese Performanceeinbrüche aus?

Ich kann Dir keine Zahlen nennen, ich hatte nur eine längere Diskussion
mit unserem ISP, wo ich zwei SDSL Leitungen von unterschiedl. Carrier
symmetrisch zusammenschalten wollte, damit im Fehlerfall 50% der
Kapazität zur Verfügung steht. Bei TCP wartet der Client halt bis er
alle Pakte in der richtigen Reihenfolge hat und warten ist halt nicht
schnell. U.U. gehen Pakte verloren, dann werden erst nochmal angefordert
und IIRC erhöht sich der Zeitraum für die Wiederholungsanforderung jedes
Mal.

> Schlimmer als bei einer gewöhnlichen/einfachen WLAN-DSL Verbindung?

IMHO ja.

> Im Falle eines eigenen RAS im Internet, wenn dies für Privat überhaupt
> möglich ist, träte man ja quasi selbst als ISP auf?!

IMHO nein, weil geschlossene Benutzergruppe, aber frage auch das lieber
in eine passender Gruppe nach.

Hast Du schon ma überlegt: Für Dein Vorhaben müsstest Du einen Server im
Internet mieten und lokal Einen aufstellen, dann kommen noch die Kosten
für alle DSL Anschlüsse dazu. Suche mal für diese Gesamtkosten eine
geeignete Alternative ...

DSL über mehrere WLANs zugleich??

Autor: "Alex Meyer"

Hallo zusammen!



Hier existieren mehrere private WLANs. Jedes per DSL verschiedener Provider
mit dem Internet verbunden.
Diese Leitungen sind jede für sich genommen nicht gerade schnell.
Vornehmlich die Uploadgeschwindigkeit, durchschnittlich 256Kbps, lässt
Wünsche offen.

Unter uns WLAN- Betreibern kursiert nun seit einiger Zeit die Idee, die
Netze und somit auch die Internetzugänge zusammenzuschließen.

Die Idee ist dabei ein zentraler Router, der über mehrere Accesspoints
Verbindung zu den, ansonsten unabhängigen, und den jeweils gegebenen
Hardwarevoraussetzungen und "privaten Überzeugungen" entsprechend
gesicherten, WLANs hält.

Die Frage ist nun, ist eine entsprechende Routingtabelle, in der 4-5
gleichberechtigte "Default-Gateways" simultan zum Senden und Empfangen
genutzt werden, überhaupt machbar?

Gemeint ist so was wie die Kanalbündlung beim ISDN, kein QoS-gedöns!

Es soll vielmehr eine "Datei" über alle Verbindungen zugleich gesendet bzw.
empfangen werden können und nicht für jede Datei neu der schnellste /
kürzeste Weg bzw. die am wenigsten belastete Leitung gewählt und diese Datei
dann nur über diese Leistung versand werden.

Ist so was möglich?

Hier kam die Überlegung auf, ob dazu "Internetseitig" ein Proxy gebraucht
wird, der dann die unterschiedlichen, vom jeweiligen Provider zugewiesenen,
IP-Adressen vereint.
Könnte man dazu einen Webserver mit Rootzugrif abstellen?

Wer stellt solche Kisten zur Verfügung, wie schnell sind die angebunden,
Kostenpunkt?

Was ist "Netzwerkseitig" zutun?

Müssen bspw. die APs oder die WLAN/DSL-Router jeweils mit der selben IP/MAC
Adresse konfiguriert werden, um so was wie ein Multicast- Szenario
einzurichten (War eine andere Idee die hier geäußert wurde.) ?



Freue mich über jedes Posting!



Danke,



Alex

DSL über mehrere WLANs zugleich??

Autor: Roland Sommer

* Alex Meyer wrote:

> Unter uns WLAN- Betreibern kursiert nun seit einiger Zeit die Idee, die
> Netze und somit auch die Internetzugänge zusammenzuschließen.

Kann man machen, ist aber ein ziemliches Gebastel und die rechtl. Seite
ist sicher auch nicht ganz ohne.

> Die Frage ist nun, ist eine entsprechende Routingtabelle, in der 4-5
> gleichberechtigte "Default-Gateways" simultan zum Senden und Empfangen
> genutzt werden, überhaupt machbar?

ja.

> Gemeint ist so was wie die Kanalbündlung beim ISDN, kein QoS-gedöns!

Das geht nur, wenn alle Anschlüsse bei selben ISP sind und der MPPP
aktiviert. Und selbst dann hättest Du unterschiedl. Latenzen (und damit
erhebliche Performanceeinbrüche, wenn Pakete über unterschiedl.
Leitungen transportiert würden) durch die Zusammenschaltung via WLAN.

> Es soll vielmehr eine "Datei" über alle Verbindungen zugleich gesendet bzw.
> empfangen werden können und nicht für jede Datei neu der schnellste /
> kürzeste Weg bzw. die am wenigsten belastete Leitung gewählt und diese Datei
> dann nur über diese Leistung versand werden.

Das geht eben nur wenn der ISP mitspielt.

DSL über mehrere WLANs zugleich??

Autor: "Alex Meyer"

"Roland Sommer" schrieb
> Kann man machen, ist aber ein ziemliches Gebastel und die rechtl. Seite
> ist sicher auch nicht ganz ohne.

Basteln sollte nicht das Problem sein, welche rechtlichen Probleme können
da auftreten?

> Gemeint ist so was wie die Kanalbündlung beim ISDN, kein QoS-gedöns!
>
> Das geht nur, wenn alle Anschlüsse bei selben ISP sind und der MPPP
> aktiviert.

Schon klar aber eben das ist nicht gegeben.
Hier sollte eben der erwähnte Proxy in die Bresche springen.
Wobei ich persöhnlich eher in Richtung RAS dachte.
Quasi PPPoE oder PPTP Verbindungen, ausgehend vom "Sammel-Router", durch die
diversen WLANs, zum eigenen RAS. Die jeweiligen DSL Verbindungen sollten
doch dann transparent sein?
Ist dieser Ansatz erfolgversprechender?

> Und selbst dann hättest Du unterschiedl. Latenzen (und damit
> erhebliche Performanceeinbrüche, wenn Pakete über unterschiedl.
> Leitungen transportiert würden) durch die Zusammenschaltung via WLAN.

Wie Arg wirken sich diese Performanceeinbrüche aus?
Sie addieren sich doch nicht oder? Schlimmer als bei einer
gewöhnlichen/einfachen WLAN-DSL Verbindung?
>
>> Es soll vielmehr eine "Datei" über alle Verbindungen zugleich gesendet
>> bzw.
>> empfangen werden können und nicht für jede Datei neu der schnellste /
>> kürzeste Weg bzw. die am wenigsten belastete Leitung gewählt und diese
>> Datei
>> dann nur über diese Leistung versand werden.
>
> Das geht eben nur wenn der ISP mitspielt.

Im Falle eines eigenen RAS im Internet, wenn dies für Privat überhaupt
möglich ist, träte man ja quasi selbst als ISP auf?!

Gruß,
Alex

DSL über mehrere WLANs zugleich??

Autor: Roland Sommer

* Alex Meyer wrote:

> Basteln sollte nicht das Problem sein, welche rechtlichen Probleme können
> da auftreten?

frag mal in geeigneter Gruppe nach, ist hier vermutl. OT. Nur kurz: Bei
Vergehen wenden sich Behörden immer zuerst an den Anschlussinhaber bzw.
Serverbetreiber und der muss dann nachweisen, dass er es u.U. nicht war.
Und das ist i.d.R. eher schwierig.

>> Das geht nur, wenn alle Anschlüsse bei selben ISP sind und der MPPP
>> aktiviert.
> Schon klar aber eben das ist nicht gegeben.

Hatte ich mir gedacht.

> Hier sollte eben der erwähnte Proxy in die Bresche springen.
> Wobei ich persöhnlich eher in Richtung RAS dachte.
> Quasi PPPoE oder PPTP Verbindungen, ausgehend vom "Sammel-Router", durch die
> diversen WLANs, zum eigenen RAS. Die jeweiligen DSL Verbindungen sollten
> doch dann transparent sein?
> Ist dieser Ansatz erfolgversprechender?

Genau das meinte ich mit Bastellösung. Der Aufwand ist enorm und das
Ergebnis ist mäßig. Überlicherweise greift man da zur schnelleren
Leitung und teilt sich die Kosten.

> Wie Arg wirken sich diese Performanceeinbrüche aus?

Ich kann Dir keine Zahlen nennen, ich hatte nur eine längere Diskussion
mit unserem ISP, wo ich zwei SDSL Leitungen von unterschiedl. Carrier
symmetrisch zusammenschalten wollte, damit im Fehlerfall 50% der
Kapazität zur Verfügung steht. Bei TCP wartet der Client halt bis er
alle Pakte in der richtigen Reihenfolge hat und warten ist halt nicht
schnell. U.U. gehen Pakte verloren, dann werden erst nochmal angefordert
und IIRC erhöht sich der Zeitraum für die Wiederholungsanforderung jedes
Mal.

> Schlimmer als bei einer gewöhnlichen/einfachen WLAN-DSL Verbindung?

IMHO ja.

> Im Falle eines eigenen RAS im Internet, wenn dies für Privat überhaupt
> möglich ist, träte man ja quasi selbst als ISP auf?!

IMHO nein, weil geschlossene Benutzergruppe, aber frage auch das lieber
in eine passender Gruppe nach.

Hast Du schon ma überlegt: Für Dein Vorhaben müsstest Du einen Server im
Internet mieten und lokal Einen aufstellen, dann kommen noch die Kosten
für alle DSL Anschlüsse dazu. Suche mal für diese Gesamtkosten eine
geeignete Alternative ...